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Kommunalwahlprogramm der CDU Karlsruhe 2009-2014

8. Integration & Kultur

In Karlsruhe hat eine erfolgreiche Integration seit jeher eine große Tradition. Nach dem Krieg wurden in Karlsruhe zehntausende Flüchtlinge und Vertriebene erfolgreich integriert. Unsere Exzellenzuniversität zieht aus der ganzen Welt Menschen an, von denen viele hier bleiben, arbeiten und eine Familie gründen. Heute leben in Karlsruhe neben vielen tausend Spätaussiedlern zahlreiche EU-Bürger und Menschen aus über 120 weiteren Nationen. Für viele von ihnen befindet sich ihr Lebensmittelpunkt in Karlsruhe. Sie leben gerne hier und fühlen sich integriert. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist dabei der notwendige Schlüssel zu einem erfolgreichen gesellschaftlichen Miteinander. Dieses Miteinander muss sich auch in der Schul- und Berufsausbildung, im Arbeits- und Vereinsleben widerspiegeln. Erfolgreich integrierte Migrantinnen sind die besten Multiplikatoren, wenn es um den schulischen und beruflichen Erfolg ihrer Kinder geht. Gerade die Kenntnis der deutschen Sprache ermöglicht Müttern, die Entwicklung ihrer Kinder in der Schule zu begleiten und wirkt so ihrer Isolation entgegen.

Erfolgreiche Integration bedeutet ein klares Bekenntnis zu unserem Grundgesetz, die Anerkennung der Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Akzeptanz der in unserem Land geltenden Grundwerte und Sitten, seiner Geschichte und christlich abendländischen Kultur. Wir begrüßen, dass sich viele Ausländer einbürgern lassen und sich auch so zu ihrer (neuen) Heimat bekennen. Gerade die positiven Erfahrungen mit den Spätaussiedlern haben in den letzten Jahren gezeigt, dass das Bekenntnis zur neuen Heimat integrationsfördernd ist. Eine falsch verstandene Toleranz für ein vermeintlich aus einer anderen Kultur herrührendes Gewaltverständnis wird es mit der Karlsruher CDU nicht geben.

Wir wollen:

  • den Erwerb der deutschen Sprache vom Kindergarten bis zur Hochschule unterstützen. Besonders wichtig ist es, dass Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, schon im Vorschulbereich gezielt gefördert werden.
  • uns besonders bei den Müttern für „Hilfe zur Selbsthilfe“ einsetzen, um Migrantinnen den Umgang mit Behörden, Institutionen und der Geschäftswelt zu erleichtern.
  • dass alle Mädchen an den schulischen Veranstaltungen teilnehmen.
  • Vereine finanziell fördern, die sich zur Förderung der Integration gezielt für die Aufnahme und aktive Mitgliedschaft von Migranten einsetzen.
  • dass sich noch mehr ausländische Vereine in das Leben der Stadt und in die Arbeitsgemeinschaften der Stadtteile einbringen.
  • dass die Verleihung der Staatsbürgerschaft in Zukunft (einmal jährlich, halb-, vierteljährlich) im Rahmen eines feierlichen Aktes durch einen Empfang für die neuen Staatsbürger stattfindet.
  • den Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Landsmannschaften der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler in ihrem erfolgreichen Bemühen um Integration weiterhin beistehen.
  • das Haus der Heimat weiterhin als Anlaufstelle und Treffpunkt erhalten und die finanzielle Förderung der Stadt fortsetzen.
  • dass die Karlsruher Leitlinien zur Integration von Zuwanderern zügig umgesetzt werden.

Kultur ist ein Lebenselixier und bedeutet Lebensqualität. Sie ist identitätsstiftend und kann mithelfen, Verständigung über Grenzen hinweg zu schaffen. Kunst und Kultur tragen maßgeblich zur Attraktivität Karlsruhes bei. Zukunftsweisende Einrichtungen wie das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) sind mit Hilfe der CDU Karlsruhe auf den Weg gebracht worden und belegen die hervorgehobene kulturelle Stellung unserer Stadt auch international. Kultur ist kein Luxus, sondern unabdingbar in einer modernen Gesellschaft. Sie muss weiterhin ein Markenzeichen unserer Stadt bleiben. Tourismus ist zu einem erheblichen Teil an kulturellen Angeboten orientiert. Das vielfältige kulturelle und künstlerische Angebot in Karlsruhe ist ein nicht wegzudenkender Standortfaktor. Kunst ist ein Motor für viele Ideen und Entwicklungen in unserer Stadt.

Wir sind stolz auf die städtischen Kultureinrichtungen und möchten gleichzeitig auch weiterhin die kulturellen Institutionen des Landes, die in Karlsruhe angesiedelt sind, bestmöglichst unterstützen. Denn wir sind uns darüber im Klaren, dass die Kunsthochschule und die Hochschule für Gestaltung, die Musikhochschule, das ZKM und die staatlichen Museen sowie das Badische Staatstheater auch für unsere städtischen Einrichtungen nicht wegzudenkende Partner und Impulsgeber sind. Teil der Karlsruher Kultur sind auch traditionelle Kulturvereine wie Trachten- und Gesangsgruppen jeder Art.

Wir wollen:

  • kulturelle Höhepunkte für unsere Bürger bieten und auswärtige Besucher anlocken, die den Ruf Karlsruhes als Kulturstadt festigen und erweitern.
  • mit Kunst im öffentlichen Raum die Innenstadt noch lebendiger und attraktiver machen,
  • die Theaterlandschaft mit ihrem vielfältigen Angebot erhalten und weiter entwickeln.
  • die städtischen Museen stärker konturieren und profilieren.
  • das Badische Konservatorium fördern und stärker in das Karlsruher Kulturbewusstsein einbinden.
  • die Entwicklung einer „Kulturinsel" auf dem ehemaligen Schlachthofgelände unter Einbeziehung des Ostaueparks mit Kunst, Kultur, Wohnen und kulturnahem Gewerbe weiter vorantreiben.
  • die bestehenden Kulturvereine wie das Tollhaus und den Jazzclub, aber auch die vielen kleinen Initiativen unterstützen und fördern.
  • Veranstaltungen wie „Das Fest" in der Günter-Klotz-Anlage, die Karlsruher Museumsnacht (KAMUNA), die Europäischen Kulturtage und die Händel-Festspiele fest verankern und dafür Sorge tragen, dass die städtischen Rahmenbedingungen hierfür bereit stehen.
  • das Karlsruher Schloss mit Schlossplatz in das kulturelle Leben der Stadt noch stärker einbeziehen.
  • einen Austausch zwischen Kunst und Wirtschaft anstoßen, der langfristiges Kultursponsoring zum Ziel hat.
  • Wegweiser und Beschilderungen für die Kultureinrichtungen erweitern und mehrsprachig gestalten
  • das früher in Karlsruhe alljährlich ausgerichtete Trachtenfest wiederbeleben.
  • das Abo „Jugend und Kultur“ wiederbeleben
  • uns beim Land Baden-Württemberg weiterhin für den Erweiterungsbau bei der Hochschule für Musik stark machen.
  • uns beim Land Baden-Württemberg weiterhin für die Fertigstellung des Erweiterungsbaus des Generallandesarchivs einsetzen.
  • die Einrichtung eines Spezial-Musikgymnasiums in Karlsruhe für musikalisch Hochbegabte in Form eines eigenständigen dritten Zuges am Helmholtz-Gymnasium in einer engen Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik und unter Einbindung des Badischen Konservatoriums.
  • uns beim Land Baden-Württemberg weiterhin für die Sanierung und den Umbau des Naturkundemuseums einsetzen.
  • dass die Pläne für den Umbau des Zoos zügig umgesetzt werden.
  • Stadtteile aufwerten und ihre kulturelle Identität fördern.

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